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6 Anregungen für ein erfülltes und achtsames Leben

Kennst Du das? irgendwie scheint der Alltag nur an Einem vorbeizurennen… vielleicht ist da auch noch ein Job, der eher nervt statt Spaß zu machen… dann die Kinder, die immer dann Aufmerksamkeit wollen, wenn man gerade etwas anderes machen will… von Achtsamkeit keine Spur!

Japp, manchmal ist es so. Und doch kommt man immer wieder zu dem Punkt, an dem man denkt: War’s das? Ist das, was mich in meinem Leben erwartet? Will ich denn so leben?

Keine Angst! Su wirst von mir keine “Kündige deinen Job, verlasse deinen Mann und ziehe ins Ausland”-Nummer bekommen. Meist muss man gar nicht so viel am eigenen Leben ändern, um wieder zu merken, was Dir wichtig ist und Du in deinem Leben haben willst. Wenn Du dennoch ratlos bist, sind hier meine persönlichen Tipps für Dich.

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1. Klasse statt Masse

Mal wieder den Eindruck, das Du gar nicht mehr weißt, was Genuß ist? Das Du Dich eigentlich nach deinem Essen permanent wie nach einem Weihnachtsgansessen fühlst? Das Du gar nicht mehr weißt, was ein Hungergefühl ist?

Ständige Völlerei führt auf Dauer dazu, dass Du gar nicht mehr weißt, was Du brauchst, um Dich gut zu fühlen. Statt also einfach zu essen, solltest Du bewusst genießen. Es geht um Klasse statt Masse.

Damit ist nicht gesagt, dass Du ab sofort nur noch super gesund essen musst und Burger und Pommes verboten sind. Im Gegenteil: sich einen guten Burger aufmerksam schmecken zu lassen kann auch Klasse haben. Weil Du aufmerksamer wahrnimmst, was Du isst. Und ja, ich bin vielleicht Yogalehrerin. Aber auch ich genieße ab und an mal einen richtig guten Burger (egal ob mit Fleisch oder ohne). Das gilt für all dein Essen. Nimm Dir Zeit, zelebriere und genieße es.

Der nette Nebeneffekt davon ist auch, dass Du langfristig anfängst Dich besser zu ernähren, weil Du lernst auf deinen Körper zu hören und das zu essen, was er verlangt. Also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

2. Werde Zeitmillionär!

Hier ist ein Tipp, den ich mal erhalten habe von einer Freundin: Frage bei der nächsten Gehaltsverhandlung mal nicht nach mehr Geld, sondern nach mehr Urlaubstagen.

Das verschafft Dir die Möglichkeit, mehr Freizeit zu haben. Damit hast Du auch mehr Zeit, Dich wieder mit deinen Hobbies auseinanderzusetzen und Dich zu fragen, was Dir Spaß macht und Dir wichtig ist. Was möchtest Du erleben oder unternehmen? Wen möchtest Du mal wieder treffen? Endlich mal wieder Zeit haben, etwas zu nähen oder an einem Auto zu schrauben? Macht gleich viel glücklicher als mit 30 Euro netto mehr am Monatsende samstags Frustshoppen zu betreiben. Gib dein Geld also lieber für Erlebnisse und Unternehmungen aus als ständig neue Schuhe.

3. Teile statt anzuhäufen!

Das meiste, was wir besitzen, benötigen wir eigentlich gar nicht. Vieles kaufen wir, weil uns das Kaufen mal kurz glücklich macht oder wir meinen es zu brauchen. Dabei gibt es ohne ende Initiativen, die Dir helfen, das zu borgen, was Du brauchst oder auch das zu entleihen, was Du hast.

Bei nebenan.de kannst Du zum Beispiel deine Nachbarschaft kennenlernen und euch gegenseitig unterstützen. Mit Autosharingplattformen wie drivy.de kannst Du das Auto deines Nachbarn leihen. Auf Kleidertauschbörsen kannst Du Mode vorbeibringen und Dir andere Teile dafür aussuchen und mitnehmen- offline oder auch online. In Facebookgruppen kann man Gruppen beitreten, die Sachen tauschen oder auch Apps downloaden wie Swapper.

Du siehst die Möglichkeiten sind schier endlos. Und im besten fall bedeutet das, dass Du dir keine Bohrmaschiene kaufen musst und auch noch den netten Nachbarn kennenlernst. Neudeutsch nennt man das Ganze dann Shareconomy.

4. Verkleinere Dich!

Ich habe mal gelesen, dass die Wohnfläche pro Kopf sich in den letzten Jahrzehnten zunehmen vergrößert hat. Betrug die Wohnfläche Mitte der 80er Jahre pro Kopf rund 35 qm liegen wir 2017 schon bei fast 47 qm. Das sind fast 30% mehr Fläche pro Person.

Ja, jetzt mag man anführen, dass es viele Singlehaushalte gibt, die Familien kleiner werden oder neue Wohnungen größer gebaut werden. Trotzdem: Frage Dich immer, wieviel Fläche Du wirklich brauchst. Muss es die größere Wohnung sein? Muss es ein Haus mit mindestens 200 qm2 Wohnfläche für 3 Personen sein?

Ein Supertrend zum Thema verkleinern: Tiny Houses! Auch ich träume ja insgeheim von so einem Ding. Alle Infos rund um Tiny Houses inklusive Bauanleitungen und Tipps findest Du unter tiny-houses.de.

Und falls Du noch etwas Inspiration brauchst: Die Amerikanerin Macy Miller erzählt auf ihrem Blog Minimotives zuckersüß aus ihrem Leben zu viert in einem TinyHouse und auf Reisen. Japp, es geht wirklich – auch zu viert!

5. Einfach mal Nein sagen!

Nope, Du musst nicht auf allen Partys tanzen, immer verfügbar sein (dank Smartphone) und alles einwand- und fehlerfrei schaffen (scheitern gibt’s nicht). Wir sind alles nur Menschen. Und ehrlich gesagt, schafft das glaube ich auch NIEMAND!

Sag also einfach mal Nein. Mach einen “Mir egal”-Freitag und lasse die fünf mal gerade sein. Mach einen smartphonefreien Sonntag. Glaub mir, digitaler Detox ist eine Kur für die Seele. Auch wenn sich manche Freunde vielleicht beschweren – egal! Die Welt dreht sich trotzdem weiter.

Nein sagen fällt Dir schwer? Lerne es von Anderen! Umgib Dich mit entspannten Menschen und gib einfach mal 80 Prozent statt 130. Dann hast Du vielleicht auch wieder mehr Zeit für die Menschen und Wünsche, die dir am Herzen liegen!

6. Sei dankbar für das, was Du hast!

Verschwende deine Zeit nicht damit, Dir darüber Gedanken zu machen, was Du noch unbedingt alles brauchst, um endlich glücklich zu sein. Denn was Dir dann passieren kann: Du merkst unter Umständen, dass das gar nicht das ist, was Dich glücklich macht. So ging es mir jedenfalls bei meinem ersten Job in einer Unternehmensberatung nach dem Studium. Eigentlich war es das was ich immer wollte: namhaftes Unternehmen und viel Geld. Siehe da: Ich kam zu der Erkenntnis, dass ein dickes Bankkonto, dafür aber keine Zeit mehr für mich oder Freunde, doch nicht das ist, was ich mir vom Leben erhoffe.

Also fing ich an, darüber nachzudenken, was ich bereits habe. Nicht an das, was mir vermeintlich fehlte. Und ich fing an, kleine Dinge wertzuschätzen. Was auch den vielen Reiseerlebnissen, die ich sammeln konnte, geschuldet ist… fließendes Wasser. Wasser, dass ich aus der Leitung trinken kann. Die extrem gute Krankenbetreuung in Deutschland. Infrastruktur. Sicherfühlen als Frau, auch wenn ich morgens um 4 durch die Stadt laufe. Extrem guten Käse für verhältnismäßig wenig Geld zu essen. Einen liebevollen, unterstützenden Mann an meiner Seite zu haben. Und natürlich das süßeste Kind auf Erden zu haben, dass gesund ist.

Einiges, was Du gelesen hast, hast Du bestimmt schon häufig gehört. Aber für mich gehören diese Punkte zu den wichtigsten Erkenntnissen meines bisherigen Lebens. Gibt es für Dich weitere Punkte?

Lass es mich gerne wissen!

Karoline

Seit 17 Jahren selbst praktizierende, ausgebildete Yogalehrerin mit einem Hang zur Nachhaltigkeit.

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