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Als Mann im Kreißsaal – der Papa-Spickzettel

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Als Mann im Kreißsaal – auch mein Mann hat sich vor der Geburt unseres ersten Sohnes wirklich Gedanken darüber gemacht, was da eigentlich so auf ihn zukommt. Witzigerweise kam auch bei einer schnellen Umfrage während unseres Geburtsvorbereitungskurs am Wochenende ziemlich schnell heraus, dass die wenigstens der anwesenden Papas so wirklich mit wollte in den Kreißsaal. Was damals natürlich zu Großem Gelächter führte!

Damit dein Mann (oder Du) nicht ganz so verloren ist, was er eigentlich im kreißsaal tun soll, habe ich hier mal einen kleinen Papa-Spickzettel verfasst, was man als Mann eigentlich im Kreißsaal so tun (oder lassen) sollte. Damit nicht nur Du Dich auf deine Geburt einlassen kannst, sondern auch dein Partner!

yogamaya Als Mann im Kreißsaal - Papa-Spickzettel
Pinne jetzt, lese später!

So bist Du eine Hilfe als Mann im Kreißsaal

1. Immer Sicherheit vermitteln

Komme, was wolle… Wenn Du als Mann schon ausflippst, wenn es gerade darum geht sich Richtung Geburtshaus oder Klinik aufzumachen, dann ist das völlig kontraproduktiv für deine Frau. Denn die soll sich entspannen können. Deshalb: auch, wenn es sich gerade nicht so anfühlt, vermittle deiner Frau immer das Gefühl, dass Du alles im Griff hast und alles gut wird.

2. Beim Warten helfen

Wenn Ihr an der Geburtsstätte ankommt, kann es schon dazu kommen, dass ihr erst einmal warten müsst, bis Ihr aufgenommen werdet oder ein Zimmer beziehen könnt. Zeige in solchen Fällen Verständnis und flippe nicht aus, weil nicht gleich ein Arzt oder 3 Krankenschwestern um deine Frau herumschwirren. Vergiss nicht, dass Frauen bereits seit Jahrtausenden Kinder zur Welt bringen, deine Frau und ihr Körper schon wissen was sie zu tun haben und Du nicht alleine auf dieser Welt bist. Deshalb: verbreite gute Laune bei deiner Frau, frage sie, ob Du irgendwelche Wünsche erfüllen kannst. Auch wenn Du dich tief im inneren ärgerst oder Dich gestresst fühlst. Fokus ist deine Frau. Alles, was sie beruhigt und entspannt, fördert die Geburt!

3. Dasein

Eigentlich der wichtigste Punkt: Sei für deine Frau da! Mal kurz das Auto umzuparken, ist völlig okay. Aber verschwinde nicht ständig oder hänge die ganze Zeit am Smartphone, um die Familie oder Freunde darüber zu informieren, dass die Geburt losgeht. Das könnt ihr alles auch noch machen, wenn das Baby da ist. Teile den Weg der Geburt mit deiner Frau und sei für Sie da! Dann bist Du die größte Unterstützung!

4. Vermittler sein

Du kannst gerne Vermittler zwischen deiner Frau und Klinikpersonal sein. Wenn deine Frau oder Du Dinge nicht verstanden haben oder Du merkst, dass deine Frau sich vielleicht zurückhält, dann kannst Du diese Rolle gerne übernehmen. Verhalte Dich dabei aber wie ein Vermittler, nicht wie ein Inquisiteur!

5. Entspannungsoptionen geben

Biete deiner Frau gerne an, Entspannungsmusik anzumachen, ihr vielleicht Düfte zur Entspannung zu reichen oder ihren unteren Rücken zu massieren. Alles, was deine Frau entspannt: unterstützte Sie darin!

6. Helfen

Hilf’ deiner Frau, sich so wohl wie möglich zu fühlen, während der Geburt. Wenn Dinge passieren, die Du eklig findest, dann behalte Äußerungen darüber für Dich! Wenn deine Frau schwitzt, dann kühle gerne ihre Stirn mit einem Lappen. Damit hast Du eine Aufgabe und wirst Dir nicht vorkommen, als wärst Du einfach nur ein Zuschauer oder Dir unnütz vorkommen.

7. Trinken anbieten

Frauen sind während der Geburt so mit der Wehenarbet beschäftigt, dass sie ganz gerne vergessen etwas zu trinken. Biete deiner Frau also regelmäßig etwas zu trinken an, denn die Geburtsarbeit macht wirklich durstig. Und damit deine Frau bei Kräften bleibt, sollte sie trinken (und essen, wenn ihr danach ist).

8. Hand halten

Manche Frauen mögen Körperkontakt gar nicht während der Wehenarbeit, anderen kann es enorm helfen, wenn Du einfach nur ihre Hand hältst und ihr so vermittelst, dass Du da bist!

9. Loben

Lobe deine Frau! Vermittle ihr, dass sie das toll macht und sage ihr das. So eine Geburt ist kräftezehrend und deine Frau wird den Punkt erreichen, bei dem sie keine Lust mehr haben wird. Gerade dann ist es wichtig, dass Du ihr sagst, dass sie das kann und das ihr das gemeinsam schafft, weil ihr Euch habt! Das kann ungemein motivieren.

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10. Interventionen hinterfragen

Wenn Du merkst, dass das Klinikpersonal oder die Hebamme bestimmte Maßnahmen einleiten wollen, kannst Du auch gerne diese Interventionen hinterfragen im Namen deiner Frau. Stell’ gerne Fragen wie “Ist das nötig? Wozu ist das nötig? Ist das Baby in Gefahr? Ist meine Frau in Gefahr?”.

Sprich aber unbedingt mit ihr ab, ob sie das möchte. Denn es geht um deine Frau und ihren Körper, nur sie hat die letzte Entscheidung. Sprich deshalb mit deiner Frau darüber, wie sie sich eine Geburt vorstellst, was sie will, was okay wäre und was sie überhaupt nicht möchte. Und wenn deine Frau sich unter Geburt umentscheidet, dann ist das auch in Ordnung so!

Und verbreite dabei keine Panik. Werde nicht emotional, versuche möglichst sachlich zu bleiben.

11. Keine Fragen an deine Frau

Frage deine Frau nicht, was sie essen möchte. Gib ihr eine Entscheidungsmöglichkeit. So etwas wie: “Schatz, möchtest Du ein Müsliriegel?” Alles, was deine Frau leicht mit Ja und Nein beantworten und entscheiden kann, ist super. Auch, wenn es normalerweise anders läuft in eurer Beziehung. Als Mann im Kreißsaal triffst Du eine Vorauswahl. Denn stellst Du offene Fragen an deine Frau, wird ihr Neokortex stimuliert. Der Neokortex ist die Großhirnrinde.

Der Neokortex ist sozusagen für die Kontrolle des Verhaltens zuständig. Idealerweise gibt deine Frau sich der Geburt irgendwann hin. Sie kommt in eine Situation, in der sie sich völlig in die Situation begibt, vielleicht ungewohnte Laute von sich gibt oder ganz natürlich Positionen einnimmt, die sie genau in diesem Moment benötigt. Sie verliert sozusagen die Kontrolle über ihr Verhalten.

Wenn der Neokortex aber stimuliert wird, ist es für deine Frau schwieriger diesen Zustand zu erreichen. Deshalb: stelle ihr keine Fragen, die zuviel “Arbeit” auf ihrer Seite bedeuten. Hilf’ ihr dabei, sich ganz der Situaiton hingeben zu können.

Hier kannst Du auch nochmal etwas darüber lesen.

12. Massagen

Biete deiner Frau an, ihren Rücken oder Füße mit einem Idelball zu massieren. Oder beispielsweise ein erwärmtes Kirschkernkissen über den Rücken und den unteren Rücken zu fahren. Oder ist eine Kreuzbeinmassage mit Öl zu geben, wenn sie das mag. Oder durch den Druck deiner Handballen den unteren Rücken und die Hüfte zu massieren.

13. Voratmen

Oh ja, immer ein Teil von Hollywoodfilmen, aber tatsächlich hilfreich für deine Frau, weil sie sich so mit Dir nur auf eine bestimmte Tätigkeit konzentrieren kann. Oder sich an Dir orientieren kann, wenn sie den Rhythmus verliert. Deshalb: durch die Nase tief ein und doppelt so lange durch den Mund ausatmen. Man nennt dies auch Windhauch-Atmung im Yoga.

14. Vertrauen schenken

Egal, was passiert: mache immer ein zuversichtliches Gesicht! Es wird alles gut! Alles andere ist gar keine Option. Wenn Du merkst, dass deine Frau in Panik gerät oder unsicher wird, sei ihr Fels in der Brandung.

15. Baby begrüßen

In 90 Prozent der Fällen wirst Du der erste von Euch beiden sein, der das Baby sieht. Begrüße dein Baby deshalb mit Liebe: durchtrenne die Nabelschnur. Glaub mir, auch mein Mann dachte, er könnte es nicht. Heute ist er stolz wie bolle, dass er bei der Geburt dabei sein konnte und sich doch getraut hat, die Nabelschnur zu durchtrennen.

Häufig dürfen Papas auch bei der Erstuntersuchung des Babys über die Schulter schauen und dabei sein. Genieße diese Augenblicke mit deinem neuen Erdenbürger!

16. Freuen, Mama küssen, Baby bewundern

Wenn das Baby erstmal da ist, freue Dich, sage deiner Frau, was für unglaubliches sie geleistet hat, bewundere das Baby und gib ihr Zeit mit dem kleinen Hasen. Mache nicht gleich 30 Fotos oder poste in die Welt, dass Du gerade Papa geworden bist. Behalte diesen intimsten Moment bei Euch – zwischen Mama, Baby und nun Papa!

Du siehst, als Mann im Kreißsaal gibt es eigentlich genug zu tun. Egal, ob Du Massagen gibst, deine Frau ans trinken erinnerst oder mit dem Krankenhauspersoanl offene Fragen klärst: sei da und der Ruhepol für deine Frau. Dann wird auch sie die Möglichkeit haben, sich ganz entspannt der Geburt hinzugeben.

Wenn Du dir Sorgen machst, ob Dir das alles während der Geburt noch einfällt, dann nimm’ Dir (oder deinem Mann) doch gerne den Papa-Spickzettel mit! Den kannst Du dir nämlich ganz einfach downloaden.

Damit nicht nur Mama und die Kliniktasche gepackt ist, sondern auch Papa sich vorbereitet in die Geburt begeben kann.

Dir gefällt, was Du liest? Dann empfehle mich doch gerne weiter – an deine Freundin, Schwester oder Bekannte!

Als Mann im Kreißsaal - Papa-Spickzettel YOGAMAYA

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Karoline

Seit 15 Jahren selbst praktizierende, ausgebildete Yogalehrerin mit einem Hang zur Nachhaltigkeit.

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