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5 Yogaübungen für mehr Geduld im Alltag

Ich weiß nicht, wie es Dir geht… Ich als Mama eines Sohnes im Kleinkindalter plus Schwangerschaft plus Selbstständigkeit plus Blog plus Corona plus Kleinkindbetreuung zuhause plus plus plus… Vielen Mamas überall auf der Welt geht es wohl gerade genauso mit dem plus plus plus.

Und um ehrlich zu sein, haben mich die Corona-Lockerungen von letzten Mittwoch einfach nur wütend gemacht. Eine Strategie gibt es nicht, Szenarien wurden wohl auch nicht durchgespielt. Wir sollen bitte konsumieren mit der Öffnung erster Geschäfte, aber wie steht es eigentlich um die Damen und Herren, die sich zuhause um ihre Kinder kümmern und gleichzeitig versuchen, das Haushaltseinkommen aufrechtzuerhalten? Werden die in der Planung eigentlich irgendwie berücksichtigt? Soll mein Kind tatsächlich bis zu den Sommerferien nicht mehr in die Krippe? Wie sollen wir das über 4 Monate stemmen?

Ich weiß, ich darf mich nicht beschweren: Mein Mann und ich kriegen es ganz gut gewuppt, auch wenn es momentan bedeutet, dass mein Mann von 4 bis 7 Uhr morgens arbeitet, wenn er unseren Sohn betreut und wir häufig am Abend, wenn der Kleine im Bett ist, nochmal den Laptop aufklappen. Das geht – die Frage ist eher: Wie lange noch?

Ich habe für mich gemerkt, dass ich mich in Geduld üben muss. Nicht nur in der Coronazeit sondern vorallem auch meinem Sohn gegenüber. Denn der kann für die gesamte Situation gar nichts und auch für ihn ist es irgendwie komisch, plötzlich nicht mehr in die Krippe zu gehen oder Kinderspielplätze zu besuchen oder einfach unbeschwert mit anderen Kindern zu spielen. Und doch erwische ich mich dabei, dass ich ungeduldig werde, wenn ich nicht mittags arbeiten kann, weil er nicht schlafen will. Oder ihm sage, dass ich von ihm genervt bin, obwohl der eigentliche Auslöser ich bin.

Deshalb kommen hier 5 Yogaübungen, die gegen Frust helfen und vorallem die eigene Geduld trainieren. Für alle Mamas (und Papas) da draußen, denen es unter Umständen gerade so geht, wie mir!

Pinne jetzt, lese später!

1. Yogaübung für mehr Geduld: Die Vorwärtsbeuge

yogamaya Vorwärtsbeuge für mehr Geduld

Die Vorwärtsbeuge ist wohl die ultimative Übung im Yoga für mehr Geduld. Denn wer von uns würde sich nicht gerne einfach mit seinem Oberkörper an seine Beine schmiegen können. Sorry, wenn man nicht gerade als Kleinkind Ballett oder Tanz gemacht hat, ist es als Normalsterblicher Erwachsener gar nicht so einfach, so gelenkig zu werden.

Dabei geht es in der Vorwärtsbeuge gar nicht so arg, um die Gelenkigkeit, sondern um eine Regelmäßigkeit und vorallem das Hingeben und Loslassen. Als ich vor Jahren mal in einer Yogastunde die ich besuchte, dachte, “Ach, was solls!”, passierte es irgendwie von alleine. Ich ließ los und glitt ab in die ultimative Position.

Mein Learning also: Loslassen, atmen, Kopf ausschalten und einfach den Körper und die Schwerkraft machen lassen!

2. Die stehende Vorwärtsbeuge

yogamaya stehende Vorwärtsbeuge für mehr Geduld

Dasselbe gilt übrigens auch für die stehende Vorwärtsbeuge. Auch hier geht es um das Loslassen und Hängen lassen. Und das Warten darauf, dass der Körper mit jeder Ausatmung weicher wird und loslässt. Und dafür braucht es eben Geduld!

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3. Yogaposition für mehr Geduld: Der Drehsitz

yogamaya Der Drehsitz für Schwangere und mehr Geduld

Auch der Drehsitz ist eine hervorragende Yogaübung für Geduld und Hingabe. Denn hier ergibt sich etwas ähnliches wie bei der Vorwärtsbeuge. Im fortgeschrittenen Drehsitz kann man irgendwann einmal die Arme ganz galant zueinander bringen, die Schultern fließen entspannt nach unten und der Blick folgt. Um dorthin zu kommen, braucht es aber Flexibilität und Zeit.

Deshalb gilt auch im Drehsitz: Kein Ziehen, kein Zerren! Nur das Arbeiten mit Aufrichtung und Atmung. Und natürlich Geduld!

Du siehst auf dem Bild übrigens den Drehsitz für Schwangere! Eine super Alternative zum üblichen Drehsitz. Wenn Du den allerdings lieber machen solltest, dann drehe den Körper nicht in Richtung geöffnete Körperseite, sondern umfasse mit dem rechten Arm das linke Knie und rotiere nach links.

4. Yogaposition: Das Dreieck

yogamaya Das Dreieck für mehr Geduld

Das Dreieck ist erstmal per se nicht unbedingt eine Yogaübung, die die Geduld trainiert. Aber sie ist eine Übung, die Dir einen anderen Blickwinkel zeigt. Deshalb finde ich sie sehr wertvoll für das Trainieren von Geduld und Hingabe. Denn Ungeduld entsteht häufig aus dem Denken heraus, dass man meint, die Dinge müssten so laufen wie man sich das vorgestellt hat oder wie man es eben möchte.

Gerade mit meinem kleinen Sohn ist das so. Da gibt es immer wieder Momente, in denen ich denke: “So habe ich mir das Leben mit einem Kind vorgestellt!”. Die ersten Schritte an meiner Hand, das erste Mal zusammen Fahrrad fahren, das erste Mal das Anschmiegen meines Sohnes an mich von ihm aus. Und dann gibt es da die Momente, in denen man denkt, dass das doch schneller oder anders gehen müsste. Wenn man versucht, schnell aus dem Haus zu kommen, wenn Trotzfälle aus dem nichts kommen. Ich bin mir sicher, dass kennst Du als Mama auch!

Das Dreieck sorgt dafür, dass man andere Blickwinkel wahrnimmt und akzeptiert. Das die Dinge eben nicht immer straight on laufen, sonder eben auch mal einen anderen Weg gehen. Und dieser nicht schlechter oder falsch sein muss. Sondern eben einfach nur ist.

5. Yogaübung für mehr Geduld und Hingabe: Der Baum

yogamaya Der Baum für mehr Geduld

Der Baum ist eine hervorragende Übung für mehr Geduld und Hingabe. Kennst Du das, wenn Du in deinen Baum kommst und Du eher den eindruck hast statt einem Stamm, bist Du ein kleines Bäumchen, dass jeden Moment vom kleinsten Windstoß umgehauen wird?

Im Yoga sagt man immer so gerne, dass der Baum natürlich eine super Balance Übung ist. Diese Balance kommt aber vorallem daher, dass man lernt, seine Gedanken zu beruhigen und zu fokussieren. Also nicht (wie ich) ärgerlich werden, weil es nicht so läuft, wie man es idealerweise gerne hätte. Sondern absoluter Fokus auf das Beruhigen des Geistes, das Abschalten von störenden Gedanken, das Konzentrieren auf das Atmen.

Du siehst also das mit der Geduld ist gar nicht so einfach. Aber man kann sie tatsächlich trainieren. Sei es, dass man andere Blickwinkel zulässt wie im Dreieck, loslässt wie in der Vorwärtsbeuge im Sitzen oder Stehen, den Geist beruhigt wie im Baum oder sich Dinge entwickeln lässt über die Zeit, wie im Drehsitz. All diese Übungen helfen Dir dabei, mehr Geduld und Hingabe zu entwickeln. Damit Du gelassener mit den täglichen Herausforderungen des Lebens umgehen kannst – egal, ob das ein Kleinkind ist oder nicht.

Dir gefällt, was Du liest? Dann empfehle mich doch gerne weiter – an deine Freundin, Schwester oder Bekannte!

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Karoline

Seit 17 Jahren selbst praktizierende, ausgebildete Yogalehrerin mit einem Hang zur Nachhaltigkeit.

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