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Coronavirus: Fakten rund um Schwangerschaft und Geburt

Coronavirus: Fakten rund um Schwangerschaft und Geburt

Dieser Artikel hat den Stand vom 21. März 2020. Alle zugrundliegenden Informationen wurden am 20. März 2020 von der DGGG veröffentlicht.

Es ist überall: in den Medien, in den Gesprächen und Telefonaten, die man führt und natürlich auch in den Köpfen. Das Coronavirus. Was immer mitschwingt, ist die Angst vor einer Infektion, die Angst vor einem möglichen Verlauf der Krankheit und ihren Auswirkungen. Ich als Mama mache mir Sorgen um meinen 2,5 jährigen Sohn, auch wenn es bisher keine Tote in dem Altersspektrum 0-9 Jahre gibt. Gleichzeitig mache ich mir natürlich Gedanken darüber, was das Coronavirus für mich als Schwangere und zukünftige Zweitmama bedeutet.

Da mir immer mehr Mamas und Schwangeren Fragen stellen, kommen hier ein paar Informationen zu Coronavirus für Schwangere und junge Mamas. Alle Informationen beruhen auf Informationen, die die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe herausgegeben hat.

Yogamaya Coronavirus: Fakten rund um Schwangerschaft und Geburt
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Kann mich das Coronavirus eher treffen, weil ich schwanger bin?

Bisher gibt es keine Hinweise darüber, dass Du als Schwangere gefährdeter bist als die allgemeine Bevölkerung. Schwangere weisen bisher dieselben Symptome aufweist wie der Durchschnittsdeutsche: das heißt, dass das Coronavirus nur leichte bis mittelschwere Symptome wie bei einer Erkältung oder Grippe zeigt. Solange Du also vor der Schwangerschaft schon keine gesundheitlichen Belastungen wie Herz- oder Lungenerkrankungen aufgewiesen hast, wird von einem normalen Infektionsverlauf ausgegangen.

Ich bin schwanger und infiziert. Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf mein Baby?

Hier gibt es tatsächlich nur eine sehr geringe Datenbasis, da das Virus so neuartig ist. Bisher ist kein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten festgestellt worden. Auch hat bisher keine Schwangere das Coronavirus auf ihr Baby übertragen. Bisher sind 20 Fälle von infizierten Schwangeren gelistet, alle in China. Alle hatten sich im letzten Trimester, also den letzten drei Monaten der Schwangerschaft angesteckt. Laut DGGG hat keine der Schwangeren das Virus an ihr Neugeborenes weitergegeben und es gab keine Auffälligkeiten bei Mutter und Kind. Die BILD meldete allerdings am 20. März, dass ein Neugeborenes in Wuhan, China, mit dem Virus infiziert ist. Da ich aber nichts von der Bild als seriöses Informationsmedium halte und es auch keine weiteren Informationen darüber gibt, ob sich das Neugeborene über die Mutter oder im Krankenhaus infiziert hat oder es sich auf dem veröffentlichten Bild um eine Schutzmaßnahme zur Nichtansteckung des Neugeborenes handelt, wäre ich hier vorsichtig mit dem Wahrheitsgehalt.

Ich hatte engen Kontakt zu einer infizierten Person und bin verunsichert. Was soll ich jetzt tun?

Hat jemand um Dich herum das Coronavirus und Du engen Kontakt zu ihm oder ihr, dann überprüfe zunächst einmal, ob Du in den nächsten Tagen grippeähnliche Symptome entwickelst. Bleibe also erstmal ruhig!

Solltest Du Symptome zeigen, solltest Du deinen Frauenarzt, deine Frauenärztin informieren. Diese sind in der Lage, Dich über alle weiteren Maßnahmen zu informieren. Gleichzeitig solltest Du dich beim zuständigen Gesundheitsamt melden oder den ärztlichen Bereitschaftdienst unter 116117 anrufen. Dein zuständiges Gesundheitsamt kannst Du hier recherchieren.

Festgestellt wird das Coronavirus über einen Abstrich in deinem Mundraum.

Ich habe das Coronavirus. Was jetzt?

Melde deiner Frauenärztin auf alle Fälle per Telefon, dass Du das Coronavirus hast. Bei keinen bis leichten Symptomen wirst Du durch Betreuung eines Arztes zuhause die Möglichkeit haben, das Virus auszukurieren. Bei schweren Symptomen kann es zu einer Behandlung in einem Krankenhaus kommen.

Ich bin zuhause in Quarantäne. Wann darf ich wieder raus?

Nach aktuellem Stand darfst Du frühestens 10 Tage nach Symptombeginn und Erfüllung ALLER dieser Kriterien wieder aus dem Haus:

  1. Du hattest in den letzten 2-3 Tagen kein Fieber mehr (mind. 48 Stunden)
  2. Du bist seit mindestens 24 Stunden symptomfrei
  3. zwei Coronavirustests wurden in einem Abstand von 24 Stunden gemacht und es sind beide negativ

Was soll ich nicht mehr tun, wenn ich das Coronavirus habe und ich in eine Quarantäne muss?

14 Tage lang keinen Kontakt mit anderen. Also: nicht zur Schule, Arbeit oder in öffentliche Bereiche gehen, nicht Bus oder Bahn fahren, keine Besucher empfangen, die Räume häufig lüften, eigene Handtücher, Geschirr und sonstige Utensilien nutzen, esse getrennt, bitte Freunde, Familien, Lieferservices oder ggf. das Rote Kreuz Besorgungen für Dich zu machen. Achte dann darauf, dass Du keinen direkten Kontakt bei der Übergabe hast.

Ich habe das Coronavirus. Was ist mit meinen Vorsorgeuntersuchungen?

Informiere deinen Frauenarzt. Da das Virus eine Krankheitsdauer von bis 14 Tagen aufweist, werden wohl einige Termine warten müssen, bis Du ausgeheilt bist. Wenn dein Arzt oder deine Hebamme Dich darauf hinweist, dass der Termin nicht warten kann, werden erforderliche Vorkehrungen getroffen, damit Du untersucht werden kannst.

Was passiert, wenn ich mich in der Isolation nicht gut fühle, mir Sorgen um mein Kind mache oder ins Krankenhaus muss?

Sprich hier mit deinem Arzt und dem zuständigen Gesundheitsamt, welche Vorkehrungen getroffen werden sollen in dem Fall. Dabei geht es darum, wie und wo Du entbindest, wie Du dorthin kommst und was Du mitzubringen hast.

Wird eine Aufnahme ins Krankenhaus empfohlen, dann reise mit privaten Verkehrsmitteln an oder arrangiere einen Krankentransport. Informiere außerdem die Klinik vor dem Betreten der Klinik, dass Du kommst. So trifft die Klinik alle Vorkehrungen für Dich.

Ich habe das Virus und wollte eigentlich zuhause gebären. Sollte ich das immer noch tun?

Wenn Du Das Coronavirus hast und kurz vor der Geburt stehst oder die Geburt beginnt, wird Dir empfohlen, bei Wehen ein Krankenhaus aufzusuchen. Das gilt auch der Vorsorge für dein Baby. Denn hier wird das Baby kontinuierlich überwacht werden. Deshalb ist es nicht empfohlen, zu Hause oder in einem hebammengeführten Geburtshaus zu gebären.


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Kann sich ein Infektion mit dem Coronavirus auf meine Geburt auswirken?

Es wird davon ausgegangen, dass Du auch mit dem Infekt weiterhin vaginal gebären kannst. Wenn deine Atemwegserkrankung jedoch starke Einschränkungen für deine Atmung bedeuten, kann ein Kaiserschnitt empfohlen werden. Eine PDA ist unter der Geburt möglich, Lachgas solltest Du nicht benutzen.

Was passiert, wenn ich während meiner Selbstisolationsphase Wehen bekomme?

Wenn Du Wehen bekommst und zuhause in Quarantäne bist wegen einer Coronainfektion oder dem Verdacht auf eine Infektion, rufe in deiner Entbindungsstation an. Informiere sie über deinen Status. Das Entbindungsteam wird Dir weiterhelfen.

Kann ich sicher sein, dass ich zur Geburt eine Begleitperson mit in die Klinik nehmen kann?

Derzeit wird in vielen Geburtskliniken noch eine Begleitperson zur Geburt zugelassen. Diese Einschätzung kann sich allerdings jederzeit ändern.

Wird mein Neugeborenes auf Corona getestet, wenn ich infiziert bin?

Ja, auf alle Fälle. Wenn Corona bei Dir vermutet wird oder Du positiv getestet wurdest, dann wird auch dein Neugeborenes getestet.

Kann ich bei meinem Baby bleiben, wenn ich vermutet oder bestätigt das Virus habe?

Wenn es deinem Baby gut geht und es nicht auf der Neugeborenenstation gepflegt werden muss, kannst Du bei deinem Baby bleiben, wenn Du das möchtest. Sprich hier aber auf alle Fälle mit deinem Partner, Familie und den Ärzten, was Risiken und Vorteile sind und entscheide Dich dann. Wenn es hier mehr Wissen zum Thema gibt, kann sich diese Empfehlung auch ändern.

Kann ich mein Baby stillen, wenn ich infiziert bin?

Ja, denn bisher gibt es keine Hinweise, dass das Virus über die Muttermilch übertragen werden kann. Da das Virus durch Tröpfcheninfektion übertragen wird, achte darauf, dass Du Dir gründlich vor und nach dem Stillen die Hände waschen solltest und einen Mundschutz tragen solltest. Diese Empfehlung kann sich ändern, wenn es mehr Wissen über das Virus gibt.

Ergreife bitte die folgenden Vorsichtsmaßnahmen, wenn Du dein Baby stillen möchtest: wasche deine Hände mindestens 20 Sekunden mit Seife, bevor Du das Baby, die Milchpumpe oder die Flasche berührst, trage eine Gesichtsmaske zum Füttern an der Brust, reinige nach jedem Gebrauch deine Milchpumpe gemäß den Reinigungshinweisen, falls Du dein Baby mit Milchnahrung fütterst, halte Dich strikt an die Sterilisationsrichtlinien.

Bist Du nicht in der Lage zu stillen, kannst Du die Muttermilch auch abpumpen und eine andere Person kann dann den Säugling füttern. Es gelten auch hier alle Hygiene- und Sterilisationsrichtlinien.

Ja, man wünscht sich wirklich etwas anderes für die Geburt. Dennoch zeigen die Fakten bisher, dass Du als Schwangere darauf vertrauen solltest, dass alles gut wird. Folge den Fakten, nicht den vielen wilden Vermutungen, die da draußen herumschwirren. Wenn Du die Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. auch nochmal im Original lesen möchtest, findest Du hier den Link. Ich wünsche Dir auf alle Fälle, ruhig zu bleiben, bei Dir zu bleiben. Lass Dich nicht verunsichern, denn Panik tut weder Dir noch deinem Kind gut. Wir leben in einem Land mit einem hervorragendem Gesundheitssystem, dem ich voll vertraue. Und dieses Glück kann Dir jetzt eine Hilfe sein.

Dir gefällt, was Du liest? Dann empfehle mich doch gerne weiter – an deine Freundin, Schwester oder deine Bekannte.

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Karoline

Seit 15 Jahren selbst praktizierende, ausgebildete Yogalehrerin mit einem Hang zur Nachhaltigkeit.

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